Pfarrer Henning von Aschen verlässt die Gemeinde

Pfarrer Henning von Aschen

"Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt!“

Liebe Menschen in unserer Gemeinde,

Gerüchte verbreiten sich ja bekanntlich schneller als Windpocken – und so ist in den vergangenen Wochen so manch eine/r von Ihnen auf mich zugekommen, mit dem Satz auf den Lippen: "Sie wollen uns verlassen?" und ich stand dann vor Ihnen, und wusste nicht, was ich Ihnen sagen soll. Nein, verlassen möchte ich Sie nicht, aber ich möchte mich gern noch einmal einer neuen Aufgabe zuwenden – in einer Stadt und einem Umfeld, dass mir zugleich vertraut und doch auch ganz neu ist.

Ab dem 1. Oktober 2017 werde ich in der Kirchengemeinde Erding auf der 2. Pfarrstelle meinen Dienst tun – mit der Auferstehungskirche in Altenerding als meiner Basis. Mein Arbeitsschwerpunkt wird da, neben den vertrauten Diensten eines jeden Gemeindepfarrers, auf der Arbeit mit Familien, Kindern und Jugendlichen liegen. Eine Aufgabe, auf die ich mich schon sehr freue. Darüber hinaus werde ich noch ein Auge auf die „Gemeindeglieder auf Zeit“ im Klinikum Erding haben.

Hier in der Gemeinde heißt es Abschied nehmen, Vertrautes und Gewohntes loslassen, und dem Neuen mutig in die Augen sehen. Viele Erinnerungen sind lebendig, und ich schaue mit Dank zurück auf die Jahre gemeinsamen Wanderns in der Gemeinde. Die Freundlichkeit und Herzlichkeit, in der Sie mich und meine Familie in Ihrer Mitte aufgenommen haben und das große Vertrauen, mit dem Sie mir von Anfang an begegnet sind, hat meine Arbeit hier zu etwas ganz Besonderem gemacht. Ich erinnere mich (u.a.) an lebendige Kinderbibelwochen und Gemeindefeste, an gesellige Seniorennachmittage und vier ganz tolle Konfirmandenjahrgänge, an großartige musikalische Veranstaltungen und vor allem an die vielen, vielen kleinen und großen Gespräche mit Ihnen. Auch die zahlreichen Begegnungen mit meinen katholischen Kollegen und den anderen christlichen Gemeinschaften in unserem Gemeindegebiet, sind etwas auf das ich mit Freude und schon fast so etwas wie Wehmut zurückblicke. Hier war für mich deutlich zu spüren, wie eng wir alle in der einen Kirche Gottes miteinander verbunden sind und wie wenig unsere Konfessionen uns einengen, sondern im Gegenteil unser Christ-Sein nur bunter gestalten.
Ich danke auch Euch allen in der Gemeindeleitung, die Ihr in zahllosen KV-Sitzungen dafür Sorge tragt, dass sich in unserer Gemeinde so vielfältiges Leben entfalten kann und ich danke meiner Kollegin Regine Weller, dass wir uns immer wieder auf den Weg gemacht haben, um danach zu suchen, was hier am Ort Gemeinde (auf-)baut.

Doch nun heißt es für meine Familie und mich vorwärts zu schauen – „anzupacken“ (nicht nur die Umzugskisten, die schon wieder mehr sind als vor unserem letzten Umzug). Ich wünsche der Gemeinde Gottes reichen Segen! Ich bin mir sicher, dass die Evang.-Luth. Kirchengemeinde Moosburg aus dieser (hoffentlich kurzen) Vakanzzeit wieder mit neuer Kraft und mit neuer Begeisterung hervorgeht.

"Vertraut den neuen Wegen, auf die uns Gott gesandt! Er selbst kommt uns entgegen. Die Zukunft ist sein Land. Wer aufbricht, der kann hoffen in Zeit und Ewigkeit. Die Tore stehen offen. Das Land ist hell und weit."

In Verbundenheit

Ihr Pfarrer Henning von Aschen